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Ludwigsburg Sinfonie
Dokumentarfilm, Deutschland 2016 | 40 min
![Wim Wenders in der Staatsbibliothek zu Berlin In einer Szene aus dem 52-minütigen TV-Dokumentarfilm „Wim Wenders - Der ewig Suchende]“ begleitet die Kamera Wim Wenders bei einem Rundgang durch die Staatsbibliothek zu Berlin, während Wenders das Hauptinterview zum Film gibt.](https://static.wixstatic.com/media/158643_5b5ba97e66fc4bb9860db494dedb5c59~mv2.jpg/v1/fill/w_980,h_548,al_c,q_85,usm_0.66_1.00_0.01,enc_avif,quality_auto/WimWendersDerEwigSuchende_2025_Still01_c_MarcelWehn_ARTE_MQ.jpg)
Ein Stummfilmprojekt mit Orchesterbegleitung in der Tradition von "Berlin Sinfonie der Großstadt" erzählt über ein Jahr hinweg Leben in Ludwigsburg: Barockstadt, Medienstadt, im Schatten von Stuttgart. Eine Stadt mit Kanten, einem lebhaften Entwicklungsprozess, einer eigenen Geschichte. Eine Stadt in Verwandlung, auf dem Weg in die Zukunft.
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Synopsis.
In den 20er Jahren wurde der Stummfilm "Berlin- Sinfonie der Großstadt" von Walther Ruttmann weltberühmt. Hochinnovativ und mit für diese Zeit ungewöhnlichsten Stilmitteln erzählt der Film, begleitet von einem mächtigen Orchester, einen Tagesablauf in der Weltstadt Berlin.
Fast genau 90 Jahre später erzählen wir mit den identischen filmischen Mitteln die "Ludwigsburg Sinfonie". Ein Stummfilm mit Orchesterbegleitung beobachtet über vier Jahreszeiten hinweg das Alltagsleben der schwäbischen Barockstadt.
Was wir entdecken wollen ist den eigentümlichen Charakter dieser Stadt, der sich dem Besucher erst einmal nicht augenblicklich erschließt: Das barocke Schloss neben einer vierspurigen Bundesstraße, die die Innenstadt radikal in zwei Teile reißt. Ein gigantischer Betonwohnklotz aus den 70gern erschlägt die Lieblichkeit des so schönen Marktplatzes. Ludwigsburg ist eine Stadt der Kontraste.
Diese Kontraste wollen wir suchen. Barocke Tradition versus Film- und Medienstadt. Altschwäbisches Bürgertum versus einer Stadtentwicklung, die der Modernität entgegenstrebt. Lebendige Geschichte, die erst spürbar wird, wenn man weiß, an welchen Ecken und in welchen Gassen. Ungewöhnlichste Orte, die selbst der Ludwigsburger nicht unbedingt kennt, die ihren geheimnisvollen Charakter offenbaren. Eine Bevölkerung, die wesentlich multikultureller geprägt ist, als man das annehmen würde. Ludwigsburg ist lebendig und sucht sich seinen Weg in die Zukunft.
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Filmstills.

Nick Cave im Interview über Wim Wenders © 2025 Marcel Wehn, ZDF/ARTE

Wim & Donata Wenders bei der Verleihung des Europäischen Filmpreise © 2025 Marcel Wehn, ZDF/ARTE

New York Sequenz zur Entstehung des Films "Reverse Angle" © 2025 Lisa Rinzler

Nick Cave im Interview über Wim Wenders © 2025 Marcel Wehn, ZDF/ARTE
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Cast.
Mit
Mit zahlreichen Bürgern der Stadt Ludwigsburg, u.a.
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Presse.
Ein "sinfonischer Stummfilm" also, ein wenig angelegt an das legendäre Meisterwerk "Berlin, Sinfonie einer Großstadt", aber doch eigenständig. Zwei Jahre ist an dem Projekt gearbeitet worden, der Studiengang Filmmusik an der Akademie war fu?r die Vertonung zuständig: vom OrchesterScherzo fu?r Industrieszenen bis zu Kleintierzu?chterJazz. Regisseur Wehn zeigt in seiner spannungsreichen Montage einen Sinn fu?r historische Dimensionen und soziale Realitäten. Das ist kein Postkartenkitsch und kein PR-Film - oder wenn doch, dann fu?r die Filmakademie.
Südwest-Presse
Als Imagefilm taugt das Werk, das in einer längeren Version auf DVD erscheint, eher nicht, das soll es auch nicht sein. Denn auch Architektursu?nden oder soziale Gegensätze werden nicht ausgeblendet. Wenn sich etwa ärmere Menschen bei der Ludwigsburger Tafel mit dem Nötigsten eindecken mu?ssen und in der nächsten Sequenz bestens gekleidete Zigarrenraucher bei den Retro Classics in die Kamera grinsen. Und so erzählt die Sinfonie, obwohl es sich um einen Stummfilm handelt, durchaus eine Geschichte: die Geschichte einer bunten Stadt, in der Menschen aller Hautfarben leben, und das meistens friedlich. Am Ende gibt es langen Applaus - und wie es sich fu?r ein Open Air gehört: ein Feuerwerk.
Stuttgarter Zeitung
Szenen aus Ludwigsburg, vom Morgen bis in die Nacht, bekannte Orte und Sehenswu?rdigkeiten, Firmen und Straßen, aber auch die Gegensätze und Vielfalt seiner Einwohner waren dramaturgisch gekonnt zusammengefu?hrt, wirkungsvoll untermalt von dem eigens dafu?r komponierten Soundtrack des Filmmusik-Studiengangs.
Bietigheimer Zeitung
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Crew.
Buch und Regie:
Marcel Wehn
Kamera:
Jörg Rambaum
Kamera-Assistenz:
Peter Jäger, Paul Scholten
Making Of-Kamera:
Christian Belz
Montage:
Marcel Wehn
Postproduktion Supervisor:
Robin Jünkersfeld
Farbkorrektur:
Peter Hacker
Tonmischung:
Volker Armbruster, Jan Brett, Marvin Keil
Filmmusik:
Andreas Pfeiffer, Leonard Küßner, Chiara Strickland, Alexander David, Meike Katrin Stein, Renée André Abe, Jordan Toms und Petteri Sainio unter der Leitung von Prof. Matthias Raue und Andreas T. Fuchs
Orchestereinspielung:
Filmorchester Babelsberg, Potsdam unter der Leitung von Jörg Iwer
Produzent:
Prof. Thomas Schadt (Filmakademie)
Producer:
Wolfgang Kerber (Filmakademie)
